Systematische sexuelle Gewalt in iranischen Gefängnissen

Systematische sexuelle Gewalt in iranischen Gefängnissen

Zeugenaussagen berichten von Vergewaltigungen, Folter und dem Verschwinden junger Frauen

Ein Bericht der New York Post vom 20. Februar schildert schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen durch iranische Sicherheitsbehörden. Demnach seien weibliche Demonstrantinnen in iranischen Gefängnissen systematisch misshandelt, vergewaltigt und gefoltert worden. Besonders schockierend sind die Darstellungen, wonach in einzelnen Fällen den Opfern nach ihrem Tod die Gebärmutter entfernt worden sein soll, um Spuren sexualisierter Gewalt zu beseitigen.

Der Bericht stützt sich auf Aussagen von Augenzeugen, Exil-Iranern sowie regierungskritischen Quellen. Diese beschreiben ein System der Einschüchterung und Gewalt gegen Frauen, die im Zusammenhang mit Protesten gegen das Regime festgenommen wurden. Neben massiver körperlicher Misshandlung ist von wiederholten sexuellen Übergriffen in Haftanstalten die Rede.

Berichte über verstörende Hinweise und Bildmaterial

Zusätzlich zu den im Artikel geschilderten Aussagen verweisen Aktivisten auf weitere Hinweise auf schwere Menschenrechtsverletzungen. Augenzeugen sprechen von Fotos, die verbrannte Leichen von Frauen zeigen sollen. Nach Darstellung von Regimekritikern deuten diese Bilder darauf hin, dass versucht worden sein könnte, Spuren von Misshandlungen zu verwischen. Eine unabhängige forensische Überprüfung dieser Aufnahmen liegt bislang nicht vor.

Menschenrechtsorganisationen fordern daher internationale Untersuchungen, um die geschilderten Geschehnisse transparent aufzuklären. Sollten sich die Berichte bestätigen, würden sie einen weiteren gravierenden Beleg für systematische Gewalt gegen politische Gefangene darstellen.

Familien suchen weiterhin nach vermissten Angehörigen

Besonders dramatisch ist die Situation vieler Familien im Iran, deren Töchter oder Schwestern im Zuge der Proteste festgenommen wurden und seither verschwunden sind. Angehörige berichten, dass sie keine offiziellen Informationen über den Aufenthaltsort oder den Gesundheitszustand ihrer Familienmitglieder erhalten haben. Manche warten seit Wochen auf Nachrichten, ohne Gewissheit, ob ihre Angehörigen noch am Leben sind.

Diese Ungewissheit verstärkt Angst und Leid der Betroffenen. Immer wieder versammeln sich Familien vor Gefängnissen oder Behörden, um Auskunft zu verlangen. Häufig bleiben ihre Anfragen unbeantwortet.

Forderungen nach internationaler Aufklärung

Angesichts der Schwere der geschilderten Taten mehren sich internationale Forderungen nach unabhängigen Untersuchungen. Menschenrechtsgruppen betonen, dass nur transparente Ermittlungen Klarheit über das tatsächliche Ausmaß der Verbrechen bringen können.

Die iranischen Behörden haben die im Bericht dargestellten Ereignisse bislang nicht anerkannt und weisen systematische Misshandlungen in Gefängnissen grundsätzlich zurück.

Sollten sich die Berichte bestätigen, würden sie ein erschütterndes Bild staatlicher Repression zeichnen, insbesondere gegenüber Frauen, die von ihrem Recht auf Protest Gebrauch gemacht haben.

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