Islamische Republik verlängert Haft für Sepehri-Geschwister

Sepehri Family

Vergeltungsterror: Islamische Republik verlängert Haft für Sepehri-Geschwister

Asghar Sepehri, der Bruder der inhaftierten Dissidenten Fatemeh Sepehri und Mohammad Hossein Sepehri, enthüllte auf seinem X-Konto (ehemals Twitter), dass das Revolutionsgericht in Maschhad ihre Gefängnisstrafen erneut verlängert hat – eine skrupellose Vergeltung für ihren Widerstand gegen das Regime.

Am 9. März 2025 wurden sie vor Gericht gestellt, und nur vier Tage später fällte der regimetreue Richter Hossein Yazdan-Khah von Abteilung 5 des Revolutionsgerichts von Maschhad das Urteil:

  • Zwei Jahre und sechs Monate Haft wegen „Beleidigung von Ali Khamenei“
  • Ein Jahr und drei Monate Haft wegen „Propaganda gegen die Islamische Republik“
  • Insgesamt: Drei Jahre und neun Monate zusätzliche Haft für beide

Der wahre Grund für diese Rachejustiz: Zwei kompromisslose Briefe, in denen sie die Wahrheit über das Regime aussprachen – einen an Masoud Pezeshkian und einen an Ali Khamenei.

Der Brief an Pezeshkian: Eine Anklage gegen die Wurzel des Übels

Am 5. Dezember 2024 verfassten Fatemeh und Mohammad Hossein Sepehri einen offenen Brief an Masoud Pezeshkian. Sie machten unmissverständlich klar, dass das gesamte System der Islamischen Republik nichts als ein Instrument der Unterdrückung ist:

„Das größte Ungleichgewicht und die Wurzel aller Ungleichgewichte ist die Islamische Republik selbst, die nie auf der Seite der Nation und des Heimatlandes stand und es auch nie tun wird.“

Der Brief an Khamenei: Schonungslose Abrechnung mit einem Tyrannen

Nur wenige Wochen später, am 27. Dezember 2024, richteten sie aus dem Vakilabad-Gefängnis in Maschhad einen Brief an Ali Khamenei. Seine Worte ließen keinen Zweifel daran, dass das Regime in den Augen der Menschen längst bankrott ist. Der Richter Hossein Yazdan-Khah verweigerte während der Verhandlung sogar das vollständige Vorlesen des Briefes – zu groß war die Angst vor der Wahrheit. Darin heißt es:

„Ali Khamenei, der wahre Verräter dieses Landes sind Sie und Ihre Bande! Jahrzehntelang haben Sie die Ressourcen dieses Volkes geplündert, seine Zukunft zerstört und es in Armut, Angst und Elend gestürzt. Sie wagen es, das iranische Volk als „Söldner“ zu bezeichnen? Sie und Ihre verrottete Herrschaft sind es, die bald unter den Füßen genau dieser Menschen zermalmt werden!“

Isolation und Psychoterror: Das Vakilabad-Gefängnis als Folterzentrum

Seit dem 6. Dezember 2024 – zeitgleich mit dem Sturz Baschar al-Assads – wurde die fünfte Abteilung des Vakilabad-Gefängnisses in Maschhad vollständig unter Quarantäne gestellt. Diese Entscheidung wurde auf Befehl hochrangiger Regimefunktionäre getroffen:

  • Navid Tabatabaei (Gefängnisaufsichtsrichter)
  • Hadi Esmaeil-Zadegan (Leiter des Zentralgefängnisses von Maschhad)
  • Gholamreza Rowshan (Generaldirektor der Gefängnisse in der Provinz Razavi-Khorasan )

Die brutale Isolation hat verheerende psychische und emotionale Folgen für die Gefangenen, insbesondere für Fatemeh Sepehri, Farzaneh Qareh Hassanlou und Zahra Kohnekar. Die Sicherheitskräfte verweigern jede Erklärung für diesen repressiven Akt – ein weiterer Beweis für die grausame Willkür dieses Unrechtsstaates.

Die Islamische Republik führt einen unerbittlichen Krieg gegen ihre mutigsten Gegner – doch eines ist gewiss: Die Angst vor der Wahrheit wird ihr Ende nicht verhindern.

von: Maryam Atamajori

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