Milad Armoon wurde im Zuge der landesweiten Proteste nach dem Mord an Mahsa Amini am 3. November 2022 verhaftet. Er wurde beschuldigt, an der Ermordung von Arman Ali-Verdi, einem Basidschi, beteiligt gewesen zu sein, und befindet sich seitdem im Gefängnis von Gohardasht (Qezelhesar) in Karaj.
Nach seiner Festnahme wurde Milad seiner Wahl eines Verteidigers beraubt. Trotz fehlender stichhaltiger Beweise verurteilte das Revolutionstribunal in Teheran unter der Leitung von Richter Salavati ihn zum Tode. In den ersten Tagen seiner Inhaftierung wurde Milad schweren körperlichen und psychischen Folterungen ausgesetzt und 60 Tage lang in Einzelhaft gehalten. Sicherheitsbeamte versuchten, ihn zu erzwungenen Geständnissen zu bringen, doch Milad betonte wiederholt, dass er keinerlei Rolle in dem Mord hatte und nicht einmal ein Messer bei sich führte.
Die staatlichen Medien verbreiteten Videos von Milad, die erzwungene Geständnisse enthalten. In diesen Videos bestreitet er jegliche Beteiligung an dem Mord und erklärt, dass er nicht der Mörder sei. Trotz der fehlenden Beweise und der Ausstellung einer Verfügung zur Aussetzung der Verfolgung einiger seiner Anklagen, wird Milad weiterhin unter der Anklage „Moharebeh“ (Feindschaft gegen Gott) und „Beteiligung an vorsätzlicher Tötung“ festgehalten.
Freunde und Bekannte von Milad beschreiben ihn als ruhigen, lebhaften und freundlichen Menschen. Vor seiner Verhaftung arbeitete er in einem Bekleidungsgeschäft und hatte auch in der Bäckerei seines Vaters in der Ekbatan-Siedlung gearbeitet. Milads Mutter kämpft seit Jahren gegen Krebs. Gestern wurde das Todesurteil gegen Milad Armoon erlassen, und sein Leben ist nun ernsthaft bedroht. Dieser unschuldige junge Mann, der für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, angeklagt wird, benötigt öffentliche Unterstützung, um die Vollstreckung des Todesurteils zu verhindern.
Todesurteile gegen politische Gefangene in Iran