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Iranische Liberale Frauen e. V. auf der 54. Jahrestagung der IGFM in Bonn

April 11

Am 11. April 2026 fand in Bonn die 54. Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) statt. Rund einhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Menschenrechtsorganisationen und der Zivilgesellschaft kamen zusammen, um sich über die weltweite Menschenrechtslage auszutauschen. Zu den Gästen gehörten Menschenrechtsaktivisten und Vertreter aus der Ukraine, dem Iran, Belarus, Kuba, China und Russland sowie Angehörige der jesidischen Gemeinschaft, die über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen in ihren Herkunftsländern berichteten.

Im Rahmen der Veranstaltung bekräftigte der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel, Beauftragter der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, das Engagement der Bundesregierung für die weltweite Förderung der Religionsfreiheit.

Auch die Iranischen Liberalen Frauen e. V. waren auf der Jahrestagung vertreten. Die Vorstandsvorsitzende des Vereins, Haleh Hosseini Ramandi, hielt einen Vortrag über die aktuelle Menschenrechtslage im Iran und informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die jüngsten Entwicklungen im Land.

IGFM-Haleh

Grundlage ihres Vortrags war der von Razieh Shahverdi, Leiterin der Arbeitsgruppe Menschenrechte der Iranischen Liberalen Frauen e. V., erstellte Bericht über die systematischen Menschenrechtsverletzungen im Iran im Januar 2026.

In ihrem Vortrag berichtete Haleh Hosseini Ramandi, dass seit Beginn der Demonstrationen mehr als 20 Millionen Iraner auf die Straße gegangen seien, um gegen das Regime zu protestieren. Die Reaktion der Sicherheitskräfte sei äußerst brutal ausgefallen. Nach den im Bericht dokumentierten Informationen seien seit Beginn der Proteste mehr als 40.000 Menschen getötet worden. Wiederkehrende Muster bei den Tötungen deuteten auf ein geplantes und koordiniertes Vorgehen der staatlichen Sicherheitsorgane hin.

Darüber hinaus wurde berichtet, dass der Iran seit über 1.000 Stunden weitgehend vom Internet abgeschnitten sei. Die anhaltenden Internetsperren erschwerten die Dokumentation der Ereignisse sowie die unabhängige Erfassung verlässlicher Informationen und Opferzahlen erheblich.

Die im Bericht dokumentierten Vorgänge stellen nach Einschätzung der Iranischen Liberalen Frauen e. V. schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen und klare Verstöße gegen internationale Menschenrechtsstandards dar. Der Verein appelliert an die internationale Gemeinschaft, die Situation im Iran weiterhin aufmerksam zu verfolgen, Menschenrechtsverletzungen konsequent zu dokumentieren und die iranische Bevölkerung in ihrem Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu unterstützen.

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